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Ein Aquarell ist ein mit wasserlöslichen, transparenten, d. h. nicht deckenden Farben gemaltes Bild.

Das Malen mit wasserlöslichen Farben gehört zu den ältesten Maltechniken überhaupt. Schon in der Altsteinzeit entstanden viele Höhlenmalereien mit Hilfe von einfachen Pinseln und in Wasser und Fett gelöstem Hämatit oder mit aufgelöster Holzkohle. Alte Meister wie Albrecht Dürer und Rembrandt beherrschten das Aquarellieren, nutzten es allerdings vor allem zu Studienzwecken oder zur Vorbereitung von Ölgemälden. Als eigenständige Kunstwerke wurden Aquarelle zu jener Zeit nicht angesehen.

Obwohl ein fertiges Bild auf den Betrachter oft leicht, fast spielerisch wirkt, ist die Aquarellmalerei viel schwerer zu handhaben als solche Verfahren, bei denen mit deckenden Farben gearbeitet wird. Die Korrektur eines einmal gesetzten Pinselstriches ist beim Aquarell kaum möglich. Außerdem ist im Gegensatz zu Ölfarben der Unterschied zwischen den feucht aufgetragenen und den getrockneten Farben groß, weil die Farbintensität und Leuchtkraft in trockenem Zustand wesentlich geringer sind.

Typisch für die Aquarellmalerei sind das flächige Malen und das Lasieren. Bei Letzterem wird die verdünnte Farbe mit sehr feuchtem Pinsel aufgetragen, um scharfe Abgrenzungen zu vermeiden und das weiche Ineinanderübergehen der Konturen zu bewirken. Allerdings kann ein Bild auch nur aus Pinselstrichen mit wasserlöslichen Farben bestehen. Dann spricht man von dem Vorläufer des Aquarells, von einer – unter Umständen auch nur monochromen – Pinselzeichnung.

Das geeignete Papier muss saugfähig, mit einer rauen Textur versehen und dennoch glatt genug sein, damit sich die im Wasser gelösten Farbpigmente gleichmäßig verteilen und beim Trocknen anhaften können.

Eggert Gustavs hat häufig die Technik der Federzeichnung mit dem Aquarell, bzw. der Pinselzeichnung kombiniert (Mischtechnik). Bei manchen seiner Bilder wird deutlich, dass er das Papier vor dem Aufbringen einzelner Farbpartien angefeuchtet hat, um zu erreichen, dass die Farbe verläuft. So erzielte er z. B. beeindruckende stimmungsvolle Wasserspiegelungen. Die Beherrschung dieser Technik - der nur wenig kontrollierbaren sogenannten Nass-in-Nass-Technik - lässt einen meisterhaften Umgang mit Malgrund, Farbe und Pinsel erkennen. (Buch: Aquarelle: Seiten 38-57, Pinselzeichnungen: Seiten 58-65)

Aquarell_01

Westküste bei Kloster, Aquarell

Aquarell_02

Blick zur Hucke, Aquarell

Aquarell_03
Pinselzeichnung_01

Neuendorf, Pinselzeichnung

Mischtechnik_01

Inselblick 1, Mischtechnik

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Pinselzeichnung_02

Windflüchter, Pinselzeichnung

In den Dünen, Aquarell

Aquarell_04

Neuruppin - Lanke, Aquarell

Mischtechnik_02 Aquarell_05

Inselblick 2, Mischtechnik

Großer Wummsee, Aquarell

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